Rados Finanz Versicherungsmakler in Schorndorf sagt: „Happy Birthday zum 30. Geburtstag“

veröffentlicht, am 26.08.2014

 

473362_3040299726298_437499079_o30 Jahre alt und trotzdem aktueller denn je: Die private Pflegeversicherung feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Für uns eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Geschichte der Pflegeversicherung zu werfen.

Dass die Lebenserwartung durch eine bessere medizinische Versorgung immer höher wird, ist eine gute Sache, bringt aber gleichzeitig Probleme mit sich. Im Jahr 1871, als das Deutsche Reich gegründet wurde, lad die Lebenserwartung für Frauenbei 38,5 Jahren und für Männer bei 35,6 Jahren. Kein Wunder also, dass niemand die Notwenigkeit einer Absicherung im Pflegefall verlangte. Kaum ein Mensch erreichte ein hohes Alter, die meisten Menschen lebten schlichtweg nicht lang genug, um pflegebedürftig zu werden.

Mittlerweile stellt sich die Situation ganz anders dar. Denn bekanntermaßen ist die Lebenserwartung seitdem stetig gestiegen. Für Menschen, die heute 50 Jahre alt sind, werden laut aktueller Sterbetafel des statistischen Bundesamts 84 Jahre bei Frauen und 80Jahre bei Männer4n prognostiziert. Bereits on den 70er-Jahren erkannten deshalb die ersten Experten, dass nicht nur Krankheiten ein Risiko sind, sondern auch die Pflegebedürftigkeit älterer Menschen. Die privaten Krankenversicherer gingen dabei als Vordenker voran: So war es 1978 die Bayrische Beamtenkrankenkasse, die die erste private Pflegeversicherung auf den Markt brachte. Der Großteil der deutschen Bevölkerung war jedoch im Pflegefall weiterhin auf sich allein gestellt.1920139_231240300398928_1177257449_n

Das änderte sich drei Jahre später, als die erste bundesweite tätige private Krankenversicherung vorlegte. Noch einmal drei Jahre verstrichen, bis schließlich am 11.11.1984 der Grundstein zur Pflegeversicherung und den bis heute verwendeten Pflegestufen gelegt wurde. Somit gab es erstmalig objektive Kriterien, um eine Pflegebedürftigkeit festzustellen und ihren Umfang zu definieren.

Die neue Versicherung kam nur schwer aus den Startlöchern: In den ersten zwei Jahren wurden nur 28.000 private Pflegeversicherungen abgeschlossen. Das lag keineswegs am Preis, denn aufgrund mangelnder Erfahrungswerte waren die Monatsbeiträge eher niedrig. Der wahre Grund lag im mangelnden Problembewusstsein der Bevölkerung zum Thema Pflege. Erst mit der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung änderte sich das. Das lässt sich auch deutlich an den Zahlen ablesen: Während sich in der ersten Dekade bis 1985 nur 380.000 Personen für einen Pflegefall absicherten, sind es mittlerweile 2,34 Mio. Menschen.

 

Nach 30 Jahren ist die Pflege endlich im Bewusstsein der Menschen angekommen. Nun gilt es, das Thema dort nachhaltig zu verankern, um die zukünftigen Generationen zu entlasten!
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